Wenn sich ein Gastronom in eine Technikerin für Maschinenbau verliebt.

Wie kommt man denn auf sowas?

Kleine Exkursion in die Erlebniswelt der Erfinder der "Schatzkammer" -
eine Kurzgeschichte von Jürgen Schneider:

Schätze hinter Glas. Beleuchtet und bewegt.

Wie kommt man denn auf sowas?

Als Maschinenbauer und Hersteller von Paternoster-Lagersystemen konnten wir immer wieder beobachten wie sich sofort eine Traube von Menschen vor unserem Messestand bildete, wenn wir unser Ausstellungsstück in Bewegung setzten. 

Und da ein Familienmitglied Gastronom und Caterer ist, war der Weg nicht weit zu der Erkenntnis, dass gerade im Bereich von edlen Flüssigkeiten häufig triste Kühlschränke, bestenfalls mit Glastür oder enge Barregale dafür sorgen, dass der Gast nichts sieht und so den oft lieblos gestalteten Getränkekarten ausgeliefert ist.

 

Was denkt man dann?

So kamen wir auf einen bewegten, beleuchteten und bei Bedarf auch gekühlten Warenpräsenter der dem Gast letzte Neuheiten wie auch alte Schätze aus der Getränkewelt auf einen Blick zeigen kann. Ruhig und stetig bewegen sich Flaschen gleich welchen Inhalts am geneigten Betrachter vorbei, auf Wunsch mehrfach übereinander oder auch nebeneinander kann er finden, was er gar nicht gesucht hat. 

 

Was passt alles in die "Schatzkammer" rein?

Für jeweils 8 Bordeaux-, Burgunder-, Schlegel- oder Champagnerflaschen, sorten-rein oder gemischt, haben wir universell verwendbare Halterungen konzipiert, die alle verschiedenen Flaschen bis 1,0 ltr. Inhalt, gleich ob mit Korken oder Schraubverschluss, aufnehmen können. 

Dicht an der fränkischen Weinregion angesiedelt haben wir natürlich an den traditionellen Boxbeutel gedacht. Davon können dann allerdings nur 6 Flaschen aufgenommen werden. 

 

Was gibt es noch für Features?

Richtig in Szene gesetzt wird die gläserne Schatzkammer aber erst durch LED-Streifen die vom weißen Licht bis hin zu rasch wechselndem Farbenspiel per Fernsteuerung alles erlauben, was die Aufmerksamkeit auf die präsentierten Produkte lenkt.  

Unsere Schatzkammer kann aber mehr. Sie kann auf Wunsch ein kleines Probierzentrum sein und eröffnet dem Gast die Möglichkeit ein Getränk auch gleich einmal zu probieren ob nun direkt aus der Glaskammer oder aus dem darunter eingebauten Kühlschrank. Gläser finden sich im Unterschrank und auf der ausziehbaren Tischplatte werden sie abgestellt. 

Auf kleinen in den Präsenter einsetzbaren, runden Plattformen können so auch optisch sehr schön vom fertigen Longdrink über kleine Appetitanreger bis hin zu einer Auswahl feiner, hausgemachter Marmeladen und Chutneys bis hin zu Gewürzmischungen präsentiert werden. Immer nach dem Motto: Nur was der Gast sieht, kauft er auch. 

 

Und wie sieht die Technik dahinter aus?

Technisch gesehen haben wir uns einiges einfallen lassen, was man hinter dem Holzgehäuse sicher nicht auf Anhieb vermutet. Der Antriebseinheit sollte so ausgelegt sein, dass er mehrere übereinander oder nebeneinander angeordnete Schatzkammern entweder vertikal über eine Welle oder horizontal über einen oder mehrere Zahnriemen antreiben konnte. In jedem Fall sollte kein störendes Geräusch entstehen und damit mussten die bewegten Teile auf ein Minimum reduziert werden. So besteht der gesamt Oberrahmen aus einem einzigen gelaserten Aluminium-Bauteil und der Tragering zum befestigen der Flaschen ist ebenfalls aus einer Aluminiumplatter geschnitten. Wenige Bauteile bei hoher Teilequalität garantieren langfristig störungsfreien Betrieb. 

 

Wie kann man auf individuelle Wünsche eingehen?

Das technische Konzept bietet aber auch eine hohe Flexibilität in der Gestaltung an. Neben den Einzelgeräten können durch das für uns tätige Büro für Innenarchitektur -Raumerlangen- von Frau Kristina Schorr-Müller auch individuelle Lösungen für unsere Kunden erarbeitet werden. Frau Schorr-Müller war nicht nur an der Entwicklung der Schatzkammer maßgeblich beteiligt, sie verfügt auch über eine langjährige Erfahrung in der Einrichtung gastronomischer Betriebe und Hotels. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Partnerschaft mir Frau Schorr-Müller einen Mehrwert in Bezug auf die bestmögliche Beratung bei der Anpassung der SBE-Schatzkammer bieten können. 

Natürlich hat jede Flexibilität da ein Ende wo die Wirtschaftlichkeit verloren geht und so sind auch hier eine Reihe von Grundabmessungen einzuhalten um letztlich eine wirtschaftliche Fertigung zu ermöglichen. Dafür sind einerseits die Metallbauer mit dem Bau der Glaskammer zuständig und andererseits bestimmen die Schreiner mit hochwertiger Holzarbeit in verschiedenen Oberflächen die vielfältige optische Erscheinung.   


Und zu guter Schluss - Über uns.

Dann kommt auf einmal ein Gastronom und Caterer in die Familie. Wir erfahren neue und spannende logistische und lagertechnische Herausforderungen. So kommen wir darauf, dass man vielleicht die Welt der Gastronomie wie auch das Catering mit den technischen Vorzügen eines Paternostersystems oder besser, mit generell bewegten Präsentationen verknüpfen kann. Marie-Christine Nelles, geb. Schneider, zusammen mit ihrem Vater Jürgen Schneider führen die Firma SBE – Schneider Besitzverwaltung und Entwicklungs GmbH & Co. KG und dort wird mit einem eigens dafür engagierten Ingenieurbüro bei der Universität Kassel, die erste Version der Schatzkammer entwickelt und gebaut.  

Von Haus aus sind wir Maschinenbauer. Seit über 40 Jahren beschäftigen wir uns mit Lagertechnik und Produktpräsentation. Umlauf-Lagersysteme, auch Paternoster genannt, sind unsere Spezialität.